Webinare

Do. 20.5. | ab 09.00 Uhr – Sonderprogramm / Panel-Diskussion & Webinare

Welche Begleitforschung braucht die Corona-Krise?

Wissenschaft und Forschung sind von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, gegenwärtige Entwicklungen zu reflektieren und Antworten auf aktuelle Fragen zu geben. Die Corona-Krise hat unser Leben im März 2020 abrupt und ungeahnt schnell verändert. Auf Initiative von Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl hat die Steiermärkische Landesregierung zehn einjährige Forschungsprojekte an steirischen Hochschulen im Rahmen einer Ausschreibung unter dem Titel „Aus der Corona-Krise lernen!“ gefördert, um einen Beitrag zur wissenschaftlichen Reflexion der aktuellen Entwicklungen zu leisten und daraus Lehren für die Zukunft ziehen und die Steiermark als Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort stärken zu können.

9–10 Uhr
Panel „Welche Begleitforschung braucht die Corona-Krise?“

Harald Katzmair

Harald
KATZMAIR

Direktor FASresearch

Johanna Muckenhuber

Johanna
MUCKENHUBER

FH Joanneum, Fachbereich Soziale Arbeit

Richard
STURN

Ökonom, Schumpeter Center, Universität Graz

Stefan Thurner © Christine Knoll

Stefan
THURNER

Komplexitätsforscher, Complexity Science Hub Vienna

Klaus Höfler © KANIZAJ Marija-M.

Klaus
HÖFLER

Journalist,
Moderation

10–12 Uhr
Acht einstündige Webinare zu steirischen Forschungsprojekten zu den Auswirkungen der Corona-Krise


Webinarrunde 1 – Session 1

Modelle einer Krise – Welche Rolle spielt Statistik in Politik und Recht?

Referentinnen und Referenten:

Univ.-Prof.in Dr.in Iris Eisenberger, Nikolaus Poechhacker MA, Katharina König MA

Welchen Einfluss hatten statistische Modellierungen und wissenschaftliche Expertise auf die Corona-Maßnahmen der Regierung? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, wenn Modelle und Expertise als Basis für tiefgreifende Freiheitsbeschränkungen dienen sollen? Nach der Präsentation erster Forschungsergebnisse aus Interviews mit Mitgliedern der Beratungsgremien bitten wir die Teilnehmenden um ihre Einschätzung zu Modellierungen und wissenschaftlicher Expertise.

10–11 Uhr

 


Webinarrunde 1 – Session 2

Ungleichheiten und Chancen in der „Schule nach Corona“: Einblicke – Ausblicke

Referentinnen und Referenten:

HS-Prof. Mag. Dr. Karina Fernandez, Marcel Reiner BA, Elisabeth Zehetner MA MA

Die Pandemie wirft ein Schlaglicht auf Ungleichheiten im Bildungssystem: Ist das Jahr der Corona-Krise ein verlorenes für Schülerinnen und Schüler? Oder birgt es neue Lerngelegenheiten? Wie gehen Lehrer*innen, Eltern und Mitarbeiter*innen der Unterstützungssysteme – von Schulsozialarbeit bis Jugendcoaching – mit den Herausforderungen um? Im Webinar werden Ergebnisse des Forschungsprojekts „Schule nach Corona“ präsentiert und es wird den Teilnehmenden die Gelegenheit gegeben, gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren.

10–11 Uhr


Webinarrunde 1 – Session 3

Digitalisierungschancen steirischer Universitäten: Die Universität als sozialer Ort

Referentinnen und Referenten:

Assoz.Prof. Dr. Bernhard Wieser, Mia Bangerl BA MA, Franziska Gürtl

Die steirischen Universitäten blieben von Covid-19 nicht unberührt. Dieses Webinar lädt zur Auseinandersetzung mit den durch die Pandemie ausgelösten Digitalisierungsprozessen ein. Wie die Ergebnisse einer empirischen Studie zeigen, werden digitale Technologien im universitären Kontext überwiegend als Maßnahmen zur Krisenbewältigung gesehen. Zugleich tritt die Bedeutung der Universität als sozialer Ort hervor. Diskutiert werden Chancen, die sich aus der Verwendung digitaler Technologien für Lehre, Arbeit und Forschung an der Universität eröffnen.

10–11 Uhr


Webinarrunde 1 – Session 4

Alternative digitale Tools für Online Meetings und was Spiele damit zu tun haben

Referentinnen und Referenten:

Ass.Prof. Dr. Johanna Pirker

Die Krise hat uns verschiedene digitale Tools zur Kommunikation, zur Zusammenarbeit und zum Austausch näher gebracht. Während die Vielfalt dieser Tools groß ist und unterschiedliche Tools verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit anbieten, verwenden die meisten doch regelmäßig die gleichen Tools wie Zoom, Webex oder Teams. In diesem Webinar wird eine Übersicht alternativer Möglichkeiten der virtuellen Zusammenarbeit gegeben und auch diskutiert, warum viele Menschen für spezielle Anlässe wie Hochzeiten oder Beerdigungen sogar lieber zu sozialen Videospielen anstatt zu Videocalls greifen.

10–11 Uhr


Webinarrunde 2 – Session 1

COVID-19: Herausforderungen für Inklusion an Schulen in der Steiermark

Referentinnen und Referenten:

Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Gasteiger-Klicpera, Univ.-Prof.in Dr.in Heike Wendt

Das letzte Jahr stellte inklusive Schulen und Familien mit Kindern mit Behinderungen vor große Herausforderungen. Mit dem transdisziplinären Forschungsprojekt In-DIG-developments werden die Auswirkungen und Veränderungen, die durch COVID-19 an Grund- und Mittelschulen in der Steiermark ausgelöst wurden, untersucht. Im Rahmen des Webinars geben die beiden Studienleiterinnen Einblick in das Forschungsprojekt und erste Ergebnisse. Insbesondere zeigen Beispiele innovativer Praxis, wie inklusive Schulen mit diesen besonderen Herausforderungen umgegangen sind.

11–12 Uhr


Webinarrunde 2 – Session 2

Wegen Corona alleine. Psychosoziale Folgen von sozialer Isolation und Einschränkung der Sozialkontakte aufgrund der Corona Pandemie.

Referentinnen und Referenten:

Priv.Doz. MMag.Dr. Johanna Muckenhuber; Miriam Burkia Stocker BA MA; Max Kölbl BA MA

Erste Ergebnisse aus dem Projekt „Wegen Corona allein zuhause“ werden theoretisch kontextualisiert und vorgestellt. In dem Projekt werden die psychosozialen Folgen des Lockdowns mit der Notwendigkeit einer starken Einschränkung der Sozialkontakte und damit einhergehender sozialer Isolation auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erfasst. Dabei werden auch Möglichkeiten und Grenzen des Ersatzes von Sozialkontakten durch virtuelle Kommunikation in den Blick genommen. Im Rahmen des Webinars sollen die Ergebnisse mit den TeilnehmerInnen vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen und Expertise kritisch diskutiert werden.

11–12 Uhr


Webinarrunde 2 – Session 3

Do-it-yourself-Dystopie: Die schlimmste aller digitaler Welten

Referentinnen und Referenten:

Univ.-Prof. Dr. Petra Schaper Rinkel, Dr. Michael Kopp, Mag. Thomas Meneweger, Marcel Reiner BA

Das Projektteam lädt Sie dazu ein, in einem interaktiven Workshop mit uns gemeinsam die schlimmste aller vorstellbaren Zukünfte zu erarbeiten. Angelehnt an Foresight-Techniken konzipieren wir gemeinsam die schlimmste aller digitalen Welten. Ziel ist es nicht Prognosen abzugeben, es handelt sich dabei vielmehr um einen kreativ-systematische Ansatz zum Nachdenken und Diskutieren über die Welt von morgen. Damit werden zukünftigen Welten nicht nur vorstell- und erfahrbar, es eröffnen sich Denkhorizonte, um das heutige Handeln in einem anderen Licht reflektieren zu können.

11–12 Uhr


Webinarrunde 2 – Session 4

Globale Pandemie – Regionale Resilienz: Krisenmanagement und „Pandemic Governance“ auf dem Prüfstand

Referentinnen und Referenten:

Univ.-Prof. Dr. Eva Schulev-Steindl, Univ.-Prof. Dr. Joseph Marko, Dr. Thomas Leitner, Mag. Lena Franke, Sophia Schönthaler, MA

Die Coronavirus-Pandemie und die Maßnahmen zu Bekämpfung und Eindämmung des Virus dominieren das Leben in Europa, in Österreich und der Steiermark seit mehr als einem Jahr. Durch die Versuche, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, wurden viele gesellschaftliche Bereiche und Gruppen stark eingeschränkt bzw. die Rahmenbedingungen verändert, hier standen die Bereiche Bildung und stationäre Pflege sowie Gesundheitsbehörden/Verwaltung besonders im Fokus der (medialen) Aufmerksamkeit.
In den vergangenen Monaten wurden auch immer wieder unterschiedliche Ansätze zur Pandemiebekämpfung präsentiert, die das österreichische föderalistische System herausforderten. Die Pandemie erforderte Maßnahmen die den Kompetenzbereich des Bundes und der Länder in verschiedenen Konstellationen betrafen. Das Projekt „Globale Pandemie – Regionale Resilienz“ hat zum Ziel, die Governance-Strukturen im Krisenmanagement in der Steiermark zu evaluieren und einer vergleichenden Analyse mit den europäischen Regionen Südtirol und Bayern zu unterziehen um best-pratice Beispiele zu identifizieren und so die Steiermark resilienter für (hoffentlich nicht eintretende) zukünftige Krisen zu machen.

11–12 Uhr

In Kooperation mit

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